Obstbäume als Spalierobst

Blühende Obstbäume sind nicht nur schön anzuschauen, sie sind mit ihren unzähligen, duftenden Blüten auch ein gedeckter Tisch für Honigbienen und andere Insekten. Obstbäume sind aber nicht nur für große Gärten, Streuobstwiesen oder Obstplantagen geeignet, auch in einem kleinen Garten kann der Hobbygärtner Obstbäume als Spalierobst kultivieren. Spalierobst ist nicht nur eine Augenweide inmitten des Gartens, sondern bringt neues Leben an schmucklose Hauswände oder kann eine fruchttragende Hecke bilden, die Grundstücke oder Grundstücksteile geschmackvoll voneinander trennt. Außer dem platzsparenden Wuchs hat Spalierobst noch den Vorteil, dass man es niedrig halten kann, wodurch das Obst leichter zu ernten ist.

Geeignet für Spalierobst sind fast alle Sorten von Äpfeln und Birnen. Die jungen Obstbäume, die zu Spalieren gezogen werden sollen, können entweder im Herbst oder Frühjahr gepflanzt werden und bekommen zum ersten Formen eine Haltevorrichtung aus Drähten oder Bambusstäben und später ein festes Gerüst, an dem die Äste in Form gezogen werden können. Spalierobstbäume sind relativ pflegeleicht, brauchen sie doch lediglich einen regelmäßigen Schnitt und ein Ziehen der neuen Zweige. Nach dem Pflanzen müssen die kleinen Obstbäume erst einmal wachsen, bevor sie erstmals geschnitten werden. Im ersten Jahr werden nur die aus den Seitenknospen herauswachsenden Triebe auf etwa vier Augen eingekürzt. Dadurch wird verhindert, dass sie die Ausbildung der späteren Äste nicht behindern. Durch dieses zwei- bis dreimalige Ausspitzen bildet sich der Grundstock des späteren Fruchtholzes.

Im zweiten Jahr werden der Mitteltrieb und die Leitäste leicht eingekürzt und Konkurrenztriebe vollständig entfernt. Im darauf folgenden Jahr wird nur der Mitteltrieb leicht gekürzt und die Konkurrenztriebe entfernt. Die übrigen Triebe werden erstmals in einem flachen Winkel an einen Draht des Gerüstes gebunden. Wenn das Spalierobst dann das erste Mal im Frühjahr blüht, lassen auch die ersten Früchte nicht mehr lange auf sich warten.

Dieser Beitrag wurde unter Umwelt & Natur veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.